IDW RS HFA 4 Zweifelsfragen zum Ansatz und zur Bewertung von Drohverlustrückstellungen

Von autor am 09. Juli 2010 um 13:54

Ausgangspunkt jeder Drohverlustrückstellung sind schwebende Geschäfte i.S.d. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB. Aus Sicht des Bilanzierenden können sich derartige Geschäfte als Beschaffungsgeschäfte darstellen, wenn er Empfänger der Sach- oder Dienstleistung ist, oder als Absatzgeschäfte, wenn er zur Sach- oder Dienstleistung verpflichtet ist.

Der Schwebezustand eines schwebenden Geschäfts i.S.d. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB beginnt grundsätzlich mit dem rechtswirksamen Abschluss der einschlägigen Verträge. Der Schwebezustand dauert an, solange die Sach- oder Dienstleistung noch nicht erfüllt sind. Aus einem schwebenden Geschäft ergibt sich ein Verlust, wenn der Wert der Leistungsverpflichtung des Bilanzierenden den Wert seines Gegenleistungsanspruchs übersteigt (Verpflichtungsüberschuss). Begriffliche Voraussetzung für eine Rückstellung ist ferner, dass der Eintritt eines Verlustes droht. Es muss mit einem Verpflichtungsüberschuss zu rechnen sein. Der Eintritt und die Höhe eines drohenden Verlustes richten sich nach dem Umfang und der Bewertung der in die Ermittlung des Verpflichtungsüberschusses einzubeziehenden Komponenten.

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IDW PH 9.950.3 Prüfung der „Vollständigkeits­erklärung“ für in den Verkehr gebrachte Verkaufsverpackungen

Von autor am 09. Juli 2010 um 10:45

Die Verpackungsverordnung bezweckt, die Auswirkungen von Abfällen aus Verpackungen auf die Umwelt zu vermeisden oder zu verringern. Zur Erreichung dieses Zieles soll das Marktverhalten der durch die Verordnung Verpflichteten so regeln, dass die abfallwirtschaftlichen Ziele erreicht und gleichzeitig die Marktteilnehmer vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden. (§ 1 Abs. 1 VerpackV).

§ 10 VerpackV bestimmt weiter, dass wer Verkaufsverpackungen nach § 6 VerpckV in den Verkehr bringt, unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet ist, jährlich bis zum 1. Mai eine Erklärung über sämtliche von ihm mit Ware befüllten Verkaufsverpackungen, die er im vorangegangenen Kalenderjahr erstmals in den Verkehr gebracht hat, abzugeben und nach § 10 Abs. 5 VerpackV bei der örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) in elektronischer Form zu hinterlegen.

Der Gesetzgeber hat für diese Erklärung den Begriff „Vollständigkeitserklärung“ vorgesehen. Die „Vollständigkeitserklärung“ für Verkaufsverpackungen ist von einem Wirtschaftsprüfer, einem vereidigten Buchprüfer, einem Steuerberater oder einem unabhängigen Sachverständigen nach Anhang I Nr. 2 Abs. 4 VerpackV zu prüfen.

Sind Sie von dieser Regelung betroffen oder wollen Sie einfach mehr darüber erfahren, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung.